Historie
Transferbereich 059
Von 2005 bis 2008 wurde im von der DFG geförderten Transferbereich 059 "Wandlungsfähigkeit für die variantenreiche Serienfertigung" die im SFB 467 entwickelten Methoden, Modelle und Verfahren mit Praxispartnern erprobt. Im Teilprojekt "Lernfabrik für advanced Industrial Engineering (aIE)" wird ein in der deutschen Forschung bisher einmaliger Weg zur Vermittlung neuer theoretischer Erkenntnisse aus einem SFB in ein nachuniversitäres Ausbildungskonzept beschritten. Ziel ist es, die im SFB 467 entwickelten digitalen Methoden und Werkzeuge, die theoretischen Erkenntnisse sowie die virtuelle Modellfabrik mit einer physischen, wandlungsfähigen Modellfabrik so zu koppeln, dass Planungen und Optimierungen aus der virtuellen Welt in der Realität erlebbar werden.
Sonderforschungsbereich 467
Von 1997 bis 2005 erforschten Wissenschaftler an den Universitäten Stuttgart und Mannheim Ansätze zur Bewältigung von Turbulenzen im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Sonderforschungsbereichs (SFB) 467 "Wandlungsfähige Unternehmensstrukturen für die variantenreiche Serienproduktion". In interdisziplinären Projektarbeiten wurden aus der Perspektive verschiedenster Disziplinen der Ingenieur-, Informations-, Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften an Modellen, Methoden und Verfahren zur Erhöhung der Wandlungsfähigkeit in produzierenden Unternehmen gearbeitet. Ergebnisse waren das "Stuttgarter Unternehmensmodell" und die Darstellung der Lösungen mittels einer virtuellen Modellfabrik.
Stuttgarter UnternehmensmodellEin Team von Wissenschaftler hat im Rahmen des SFB 467 Methoden, Modelle und Verfahren zur Erhöhung der Wandlungsfähigkeit von Unternehmen erforscht und entwickelt. Die interdisziplinäre Zusammensetzung des Teams wurde zum Aufbau des Gedankenmodells eines wandlungsfähigen Unternehmens genutzt. Dieses Gedankenmodell leitete sich aus der Vision der Wandlungsfähigkeit von Unternehmen ab und bildet den Grundstein des "Stuttgarter Unternehmensmodells". Das Stuttgarter Unternehmensmodell sucht einen skalierbaren Ansatz mit einem Grundmodell der Leistungseinheiten für die Prozesse, das den Grundprinzipien: Kooperation, Selbstorganisation, Selbstoptimierung, Selbstkontrolle, Selbstkonfiguration und technische Intelligenz folgt. Diese Grundprinzipien lassen sich nicht nur durch die humanen Faktoren, sondern auch durch technische und informationstechnische Systeme realisieren. Das Stuttgarter Unternehmensmodell liefert Lösungsmodelle, Methoden, Instrumente und Vorgehensweisen für die wesentlichen Problemstellungen im Betrieb eines Unternehmens zur Steigerung der Wandlungsfähigkeit. Industriearbeitskreis "advanced Industrial Engineering (aIE)"Seit 2003 kristallisierte sich im Rahmen der Forschungs- und Lehrtätigkeiten am IFF in Verbindung mit den Erfahrungen des Fraunhofer IPA aus der industriellen Praxis, verstärkt die Fragestellung heraus, wie ein Industrial Engineering der Zukunft aussehen muss. Im "Industriearbeitskreis aIE" werden kontinuierlich im Dialog zwischen Forschung und Praxis erforderliche Anforderungen und Handlungsfelder eines advanced Industrial Engineering zielgerichtet diskutiert. Anregungen und Ergebnisse daraus fließen in die Konzeption der Lernfabrik ein. Eine Pilotgruppe, die dem Industriearbeitskreis angehört, validiert in den Jahren 2007 und 2008 die Fort- und Weiterbildungsinhalte. |
